Finanzielles, Rechte und Pflichten

Vorbereitung und Betreuung

Du wirst auf einem Ausreiseseminar für deinen Freiwilligendienst vorbereitet und hast während deines Freiwilligendienstes Ansprechpartner bei Fragen und Problemen.
Teilnahme an Seminaren im Ausland

Du hast das Recht und die Pflicht an den Bildungsseminaren im Ausland teilzunehmen, einmal am On-Arrival- und einmal an einem Midtermtraining.
Arbeitszeiten und Urlaub

Du arbeitest zwischen 30 und 38 Stunden pro Woche in deinem Projekt und hast zwei Tage hintereinander pro Woche frei. Der Sprachkurs zählt zur Arbeitszeit. Pro Monat gibt es außerdem zusätzlich zwei Urlaubstage, die du auch sammeln und dann am Stück frei nehmen kannst. Deine Urlaubszeit wird mit der Aufnahmeorganisation gemeinsam vereinbart.
Unterkunft

Deine Aufnahmeorganisation stellt dir eine Unterkunft zur Verfügung. Dies kann eine kleine Wohnung für dich alleine sein, eine WG zusammen mit anderen Freiwilligen oder auch ein Zimmer in dem Projekt, in dem du arbeitest. Es ist jedoch auch möglich, dass du dir dein Schlafzimmer mit anderen teilen musst, dazu wirst du aber im Vorfeld gefragt und informiert.
Verpflegung

Das Essensgeld ist länderabhängig, je nach den dortigen Lebenserhaltungskosten, und beträgt zwischen 150 und 250 € im Monat. Entweder du bekommst das Geld bar ausbezahlt, oder du kannst für den Betrag im Projekt kostenlos mitessen und bekommst dann kein Bargeld.
Taschengeld

Je nach Land bekommst du zwischen 60 und 150 € Taschengeld pro Monat. Das reicht auf jeden Fall gut zum Überleben, da du zusätzlich noch Essensgeld und freie Unterkunft bekommst.
Reisekosten

Für deine Reisekosten gibt’s eine Pauschale von der EU. Bevor du deine Tickets buchst, bitte kontaktiere uns und deine Aufnahmeorganisation! Die Reisekosten zum Ausreisetraining in Stuttgart musst du zu 100% selbst tragen. Bitte immer alle Boardingpässe und Tickets aufbewahren und bei uns bzw. den Partnern abgeben!
Sprachkurs

Ein Sprachkurs in der Landessprache ist Pflichtbestandteil eines Freiwilligendienstes. Nur in Großbritannien und Irland wird kein Sprachkurs angeboten, da Englischkenntnisse vorausgesetzt werden. Wie der Sprachkurs genau aussehen muss, ist nicht festgelegt. Möglicherweise hast du professionellen (Einzel-)Unterricht bei einem Sprachlehrer, oder du hast einmal die Woche einen Gruppensprachkurs, oder du wirst von einem Einheimischen nach dem Prinzip TANDEM unterrichtet (du bringst ihm Deutsch bei, er dir seine Sprache).
Versicherung

Du erhältst während deines Freiwilligendienstes automatisch eine Kranken/Unfall- und Haftpflichtversicherung. Wenn du familienversichert bist bleibst du bitte in Deutschland weiterhin familienversichert und bekommst eine europäische Versichertenkarte (EHIC) von deiner Versicherung. Mit dieser EHIC-Karte hast du den Vorteil, nicht in Vorleistung gehen zu müssen.
Euro <26-Karte

Als ESK Freiwillige*r erhältst du kostenlos eine Euro unter 26 Karte. Damit bekommst du in vielen Ländern Vergünstigungen bei Unterkunft, Restaurants, Kinos, Geschäften usw. (Zählt oft ähnlich wie die International Student Card). Diese bekommst du automatisch per Post an dein Aufnahmeprojekt gesendet, sobald die Versicherung abgeschlossen ist.
Zu den Pflichten

Zu ESKlern gehört, offen, motiviert und zuverlässig zu sein. „Freiwillig“ heißt auch, dass du eine Verantwortung gegenüber deinem Projekt und allen Partner hast und auch Eigenverantwortung für kleine Projekte übernimmst. Du solltest eine hohe Motivation mitbringen, dich in das Projekt einzubringen. Zu deinen Pflichten zählt auch, dass du verbindlich am Ausreise–, On Arrival- und Midtermseminar teilnimmst und einen Zwischenevaluations- und einen Abschlussbericht für das Jugendwerk verfasst. Eine weitere „Pflicht“ ist, dass du Probleme ansprichst und dich beim Suchen nach Lösungen einbringst.
 
Unserer Broschüre mit allen Infos zum EFD hier als PDF zum Download
 

FAQ zum ESK

1Was mache ich da genau?
Du arbeitest zwischen zwei und zwölf Monaten in einem Projekt im sozialen, kulturellen, oder ökologischen Bereich, beispielsweise mit geistig Behinderten in einem kleinen Ort an der englischen Küste, in einem Jugendzentrum in einer spanischen Großstadt, päppelst Schildkröten in einem griechischen Nationalpark auf oder organisierst ein Kulturfestival in Rumänien.
Der EFD/das ESK ist ein „Lerndienst“, das heißt, du bist für die lokale Gemeinschaft von Nutzen, lernst neue Fertigkeiten und Sprachen und entdeckst andere Kulturen. Deine Tätigkeit soll in einem ausgewogenem Verhältnis von Lernen und Arbeiten stehen und dein Freiwilligendienst soll Raum für eigene Projekte bieten, in die du Kreativität und Eigeninitiative ausbauen kannst.
2Wer kann Freiwillige*r werden unter ESK?
Du musst zwischen 18 und 30 Jahre alt sein. Dein Schulabschluss spielt überhaupt keine Rolle. Ob du eine Ausbildung gemacht hast, auf einen Studienplatz wartest, studierst, arbeitest oder arbeitslos bist, ist egal.
Kenntnisse der Landessprache muss man nicht mitbringen – Englisch genügt. Wichtig ist, dass dein dauerhafter Wohnsitz in Deutschland oder einem anderen europäischen Land liegt.
3Wie werde ich Freiwillige*r unter dem Programm ESK?
Du brauchst eine Entsendeorganisation aus deinem Heimatland, also Deutschland. Sie hilft dir dabei eine Aufnahmeorganisation im Ausland zu finden, kümmert sich um die Anträge und den restlichen Verwaltungskram, organisiert deine Versicherung sowie Reise und bereitet dich in einem Ausreisetraining auf deinen Einsatz vor.
Du solltest dich mindestens acht Monate, bevor du ins Ausland möchtest, um eine Entsendeorganisation kümmern. Deine Entsendeorganisation können wir, das Jugendwerk der AWO Württemberg sein. Mit unserer Hilfe suchst du dann eine Aufnahmeorganisation. Sie ist die Organisation in „deinem Gastland“, bei der du arbeiten wirst. Sie kümmert sich neben deinem Arbeitsplatz um alle formellen Dinge, aber auch um Unterkunft, Verpflegung, organisiert dir einen persönlichen Ansprechpartner (Tutor) etc.
4Wird der Freiwilligendienst als Wartezeit bei Unis ind FHs anerkannt?
Ja. Der Freiwilligendienst wird wie ein FSJ anerkannt und Wartezeiten werden an Universitäten, FHs und Dualen Hochschulen dementsprechend angerechnet.
5Bin ich versichert und wie ist das mit Kindergeld?
Ja. Während deines Freiwilligendienstes erhältst du weiterhin Kindergeld und bist über das Programm auch versichert.
6Was heißt eigentlich freiwillig?
Der Dienst ist freiwillig, du hast aber Rechte und auch Pflichten in deiner Einsatzstelle und auch innerhalb des Programms.
7Ist das auch wirklich was für mich?
Du solltest dir zunächst Gedanken dazu machen, ob das Programm wirklich das ist, was du machen möchtest. Es erfordert Eigeninitiative und auch ein Stück Mut, sich auf etwas komplett Neues einzulassen. Dafür lernst du viele neue Menschen kennen, machst spannende Erfahrungen, lernst dich selbst von einer anderen Seite kennen, erprobst deine Sprachkenntnisse und erlebst ein neues Arbeitsfeld in einer komplett neuen Umgebung.