Mexico lindo – Beautiful Mexico
22. Juni 2018
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“Natur trifft Kunst”

“Natur trifft Kunst”

Erfolgreiche Kooperation mit Partnern aus Frankreich und Ungarn

Kunst. Handwerk. Natur. Vage Worte, die alles und gleichzeitig nichts Konkretes aussagen. Doch bei dem Internationalen Workcamp „Kunst trifft Natur“ in Stuttgart und Altensteig vom 14. bis 24. August 2019 gingen sie eine wunderbare – und vor allem greifbare – Symbiose ein.

Gemeinsam mit jungen Menschen aus Deutschland, Frankreich und Ungarn wurden im urbanen Stuttgart und im ländlich geprägten Schwarzwald in freier Natur Kunst erschaffen und erlebbar gemacht. Ein spannender Mix aus „art imitates life“ und „life imitates art“.

Das vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) geförderte Projekt war bewusst als Mischung aus Kunstworkshops in Kleingruppen sowie gemeinsamen Gruppenaktivitäten zu den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit angelegt. Darüber hinaus war es wichtig den Teilnehmenden ausreichend Freiraum für eigene Ideen und Aktionen zu überlassen, die mit viel Motivation gefüllt wurden. So beschäftige sich eine Gruppe zum Beispiel damit bei Chloroplast e.V.  bislang ungenutztes Gewächshaus zu entrümpeln, zu säubern und neu einzurichten, um auf diese Weise die Möglichkeit für neues, grünes Leben zu schaffen. Andere Gruppen betätigten sich sofort mit praktischer Gartenarbeit, befreiten Hochbeete von Unkraut und brachten Sträucher und Hecken in Form.

Ziel des Workcamps war jedoch nicht nur der kulturelle Austausch und die handwerkliche Betätigung, auch künstlerisch-kreatives Arbeiten stellte einen großen Bestandteil dar. In Workshops wurde erarbeitet wie es möglich ist Kunst und Natur im Sinne der Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden. Aus den Denkanstößen entstand ganz im Sinne des Do-It-Yourself-Prinzips tolle Up-Cycling-Handwerkskunst aus Terrakotta und Metall.  

Das Kunstworkcamp ist Bestandteil langfristigen Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und Hang-Kép Egyesület aus Ungarn und stelle bereits den zweiten Teil des Begegnungszirkels dar. Der dritte Teil folgt im Sommer 2020 bei den französischen Partnern in der Bretagne. Das Projekt ist nicht nur ein Musterbeispiel für die Überwindung sprachlicher Hürden, sondern auch gesellschaftlicher Barrieren. So bestanden alle Gruppen teilweise aus Mitglieder mit erhöhtem Förder- und Betreuungsbedarf.

Philipp Dunkel