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6. März 2018
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6. März 2018
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Move and shoot – Jugendbegegnung

Move and shoot

International Youth Exchange, March 2016

Montag, 21.03.2016

Die Reise kann beginnen. Das deutsche Team, bestehend aus Amelie, Corinna, Rima, Hanna und Chrisi, macht sich früh morgens auf den Weg nach Finnland. Der Zielflughafen heißt Rovaniemi, von dort aus dauert es dann noch ca. vier Stunden mit dem Bus, um in der nördlichsten Jugendherberge Europas, in Vasatokka, anzukommen.

Die Anreise war sehr angenehm, es gab keine Verspätung der Züge und somit hatten wir auch keine Probleme unsere Flüge zu erreichen. Am Flughafen in Helsinki hatten wir einen Aufenthalt von ungefähr fünf Stunden, deshalb beschlossen wir noch in die Stadt zu fahren und uns dort die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anzusehen. Am Flughafen trafen wir dann auch die italienischen Teilnehmer. Gemeinsam machten wir vor dem Gate noch einen Energizer, um wieder bisschen mehr Energie zu bekommen.

In Rovaniemi waren wir zusammen mit den Italienern die letzte Gruppe, die ankam. Die anderen Teilnehmer aus den Ländern Slowenien, Ungarn, Island und Finnland waren bereits im Bus. In Vasatokka bekamen wir nur noch unsere Zimmer zugeteilt und die meisten gingen auch sofort ins Bett, da die Anreise doch relativ lang war.

 

Dienstag, 22.03.2016
Am ersten Tag durften wir noch ausschlafen und nach dem Frühstück begann das Kennenlernen der Teilnehmer*Innen. Wir hatten einen Raum zur Verfügung, in dem wir unsere Aktivitäten durchführen konnten. Nach dem Mittagessen erstellten wir dann noch zusammen Regeln für den Aufenthalt und besprachen die Gruppeneinteilung in die verschiedenen Teams. Zur Auswahl standen Fotografie, Film, Musik, Social Media und Tanz. Corinna war die Teamleaderin der Social Media Gruppe, Amelie war Teil der Fotografiegruppe, Hanna unterstützte die Musikgruppe mit ihren Querflöten-Kenntnissen und Rima und Chrisi leiteten die Tanzgruppe und erstellten die Choreographie für den geplanten Flashmob. Außerdem nahmen wir uns noch Zeit, um über unsere Erwartungen und Ängste zu sprechen. Nach diesen Aktivitäten hatten wir dann Freizeit und konnten die Jugendherberge und die Umgebung erkunden.

Nach dem Abendessen sind wir noch in die finnische Sauna gegangen. Danach packten wir uns warm ein und machten uns auf die „Jagd“ nach den Polarlichtern. Bereits am ersten Abend hatten wir das Glück wenige Nordlichter zu sehen.

Am Abend saßen einige der Teilnehmer*Innen im Wohnzimmer zusammen und spielten Karten, redeten oder manche machten es sich auch im Zimmer gemütlich. Ein paar waren auch in dem Spieleraum, der mit einem Tischkicker, Billard-Tisch und einem Ping-Pong Tisch ausgestattet war.

Mittwoch, 23.03.2016

Am Mittwochmorgen machten sich einige von uns auf den Weg zu einer finnischen Grundschule, wo wir unser Projekt vorstellten und auf Englisch ein paar Spiele mit den Kindern spielten. Wir waren in der größten Klasse, diese bestand aus 14 Kindern. Es ist üblich, Schuhe und Skihose an der Eingangstür auszuziehen, wodurch alle Socken und Skiunterwäsche in der Schule anhatten.

Wir starteten in unseren Workinggroups mit den Themen Fotografie, Video, Tanz, Musik und Journalismus. Am Nachmittag gab es In- und Outdoor Aktivitäten von den Ungarn. Ein Teil hiervon war ein Wettrennen: die steile Wiese im Tiefschnee hochklettern und später hinunterrollen, was allen eine Menge Spaß bereitete. Mit einem gemütlichen Barbecue im Tipi klang der Abend aus, gefolgt von der Nordlichterjagd.

Donnerstag, 24.03.2016

Nach dem Frühstück hat der Tag mit ein paar Energizern begonnen. Danach arbeiteten wir in unseren working groups. Da es an diesem Tag sehr warm war, was in Lappland nicht immer üblich ist, gingen wir nach der Arbeit raus an die frische Luft und starteten eine Schneeballschlacht. Nach der Schneeballschlacht teilten wir uns in zwei Gruppen auf und hatten ein Schlittenrennen, was für alle ein großer Spaß war. Während dieser Outdoor-Aktivitäten verging die Zeit sehr schnell, sodass wir direkt danach zu Mittag gegessen haben. Anschließend konnte man eine Infoveranstaltung besuchen, in der Heidi, eine der Organisatoren der Jugendbegegnung, Informationen darüber gehalten hat, wie und mit welchen Fototechniken man am besten die Nordlichter fotografiert. Nach der Infoveranstaltung haben die Italiener einige schöne und amüsante Aktivitäten für uns vorbereitet, eine Aktivität zum Beispiel handelte von Stereotypen der Teilnehmerländer und des eigenen Landes, die wir auf verschiedene und humorvolle Arten präsentiert haben. Später arbeiteten wir dann wieder in unseren working groups und hatten danach wieder Freizeit. Die meisten von uns gingen am Abend in die Sauna, was den Tag gemütlich ausklingen ließ.

Freitag, 25.03.2016

Ein Tag in Inari

Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang, den man so wahrscheinlich nur in Vasatokka erleben kann, begann ein spannender, interessanter und sehr kommunikativer Tag. Nach 3 Tagen in unserem tollen Hostel, inmitten der Wildnis, ging es heute das erste Mal wieder in die Zivilisation. Ein Besuch in Inari stand an. Auf der Fahrt in die 10 km entfernte Gemeinde, faszinierten uns die Schönheit der Landschaft, die tief verschneite, menschenleere Weite. In Inari ist die samische Kultur noch stark präsent, 30 Prozent der Bevölkerung besteht aus Angehörigen dieses indigenen Volkes. Um mehr über die Geschichte Inaris und die samische Kultur zu erfahren, besuchten wir das Samenmuseum `SIIDA`.

Während einer interessanten Führung lernten wir sowohl die samische Geschichte und Kultur ,als auch die Natur Nordlapplands kennen. Es war faszinierend zu erfahren, wie die Menschen dieser Region mit und von der Natur zu leben verstanden und wie sie heute Moderne und Tradition zu vereinbaren versuchen. Um mit der einheimischen Bevölkerung selbst in Kontakt zu kommen machten wir dann in Gruppen einen Spaziergang durch den Ort und lernten die unterschiedlichsten Menschen kennen. Wir trafen eine Grundschullehrerin, die gerade mit ihren Langlaufskiern auf dem Weg zum Sportunterricht war, einen Pubbesitzer , eine Supermarktverkäuferin und einen Vater der gerade mit dem Motorschlitten einparkte und uns stolz erzählte, dass er aus einer samischen Familie stammt. Nach unserer lustigen Erkundungstour und einem Besuch im Souvenirshop hatten wir die Wahl, uns zurück im Museum ein bisschen aufzuwärmen oder noch eine Runde auf dem See Schlittschuh zu fahren.

Schon auf unserer Busreise vom Flughafen nach Vasatokka und auf unseren Spaziergängen durch den Wald hatten wir gehofft Rentiere zu entdecken. Jetzt wurde dieser Wunsch war, wir durften eine nahegelegene Rentierfarm besuchen und mehr über diese schönen Tiere und ihre Haltung erfahren. Schon beim Aussteigen begrüßten uns zwei zahme, neugierige Rentiere. Die Farmerin führte uns über das Gelände und in die Gehege, wo wir der Herde ganz nah kommen konnten. Jede Frage von uns, über die Tiere und die Farm wurden gerne beantwortet. So schön es dort war, langsam wurden die Füße kalt und es ging zurück in unsere Unterkunft, wo die Dinnergroup auch gleich zu kochen begann. Nach dem Essen und dem täglichen Nationalmeeting ließen wir den Tag in der Sauna ausklingen. Und so schön und verheißungsvoll der Tag begonnen hatte, endete er erfüllt mit dem Untergehen der Sonne über dem Lake Inari.

Samstag, 26.03.2016

Heute waren wir, die deutsche Gruppe, mit der Vormittagsgestaltung an der Reihe. Nach einem Energizer, bei dem die Teilnehmer_innen ein paar deutsche Wörter lernten, erklärten wir die Aufgaben für die folgende Fotoschnitzeljagd. In 30 Minuten sollten Kleingruppen Fotos zu verschiedenen Themen machen (Rudolf the red nosed reindeer, 5 nations one unity, crazy selfie, it’s magic). Nach der Präsentation der genialen Ergebnisse sollte die Teilnehmer_innen noch etwas über die deutsche Kultur mitnehmen. Mit einem Quiz, dem Erlernen des Fliegerlieds und schließlich der Verkostung des selbstgebackenen Käsekuchens rundeten wir die Aktivität ab.

Am Nachmittag ging die Arbeit in den Working Groups weiter. Außerdem schauten wir uns die Fotobzw. Filmdokumentation unseres Inari-Ausflugs an und lernten die ersten Schritte des Tanz- Flashmobs, wobei es viel zu lachen gab. 5 Abends gingen einige in die Sauna, andere schauten einen traditionellen finnischen Film – Santa Claus and the magical drum (Joulupukki ja noitarumpu) – ein Film der von vielen Finnen jedes Jahr an Weihnachten geschaut wird.

Sonntag, 27.03.2016 In dieser Nacht wurde die Zeit umgestellt, was vielen Teilnehmer das Aufstehen in der Früh zur Qual gemacht hatte. Diesen Morgen starteten die Isländer mit ihrer Aktivität. Die Isländer lernten uns ein isländisches Lied und hatten noch weitere Spiele vorbereitet. Da die einzelnen Gruppen immer noch ein paar Aufgaben erledigen mussten, hatten wir an diesem Tag vier Stunden mit unseren Arbeitsgruppen. Wie fast jeden Tag, gingen wir auch dieses Mal wieder in die Sauna. Vor dem Abendessen lernten wir den anderen die Choreographie für den Flashmob, was den Teilnehmer_innen riesen Spaß machte. Um 20 Uhr gab es dann Abend essen und danach saßen einige wieder gemütlich zusammen, um den Abend ausklingen zu lassen.

Montag, 28.03.2016 Da sich das Ende der Jugendbegegnung näherte, war es an der Zeit die Arbeiten in den Working Groups fertigzustellen und die Ergebnisse zu präsentieren. Jeder half dort mit, wo es etwas zu tun gab, wodurch es auch vielen Teilnehmer_innen ermöglicht wurde in die anderen Gruppen hineinzuschnuppern. Voller Motivation im Ausland aktiv zu werden, informierten verschiedene Teamer_innen und Teilnehmer_innen über die Möglichkeiten von Erasmus+. Am Abend sollte eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse stattfinden um auch die lokale Bevölkerung in und um Inari dafür zu begeistern. Auch wenn wir unter uns blieben, war der Abend ein voller Erfolg. Die Ergebnisse jeder Gruppe waren nicht nur beeindruckend, sondern auch höchst emotional. Der Tag hätte nicht besser Enden können. Wie jeden Abend waren ein paar Nordlichtjäger aufmerksam unterwegs. Doch heute Nacht ging das Gerücht um, dass die Nordlichter besonders stark wären. Und so war es auch. Alle stürmten nach draußen, mit und ohne Kamera, und bewunderten das magische Schauspiel am Himmel – grüne und pinke Lichter tanzen durch die Nacht!

Dienstag, 29.03.2016 Der letzte Tag in Inari war für viele voller gemischter Gefühle. Es war die letzte Gelegenheit finnische Traditionen auszuprobieren. Dazu gehört natürlich das (zwar wenig erfolgreiche) Eisfischen auf dem zugefrorenen See. Es wurde gepackt, aufgeräumt, letzte Fotos gemacht und Pläne für die Zukunft geschmiedet, bevor wir nachts um drei in Richtung Rovaniemi aufbrachen. Die deutsche Gruppe war die erste, die sich von der neuen Move’n’shoot Familie verabschieden musste. Als letzte gemeinsame Aktion tanzten wir unseren Flashmob-Tanz am Flughafen von Rovaniemi!

Chrisi, Rima, Amelie, Hanna und Corinna