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I am Youth in Action!

EVS Mentors in action

16. – 21. September 2015, Menorca

 

So hieß das Seminar. Diese Überschrift reizte mich – wahrscheinlich wurde ich zuerst von der Tatsache, dass es auf Menorca stattfand, verführt. Doch auch das Programm hatte es in sich.

Es kamen 31 Teilnehmer aus 9 Ländern zusammen. Deutschland, Spanien (Balearen), Estland, Türkei, Kroatien, Frankreich, Italien, Rumänien und Polen.

Am Mittwoch, den 16. September, sind wir angereist. Von Stuttgart via Barcelona nach Menorca. Mit einem Shuttle ging es vom Flughafen ans andere Ende der Insel – nach Ciutadella ins Hostel Sa Vinyeta.
Am ersten Abend trafen wir uns noch zu einer kurzen Vorstellungsrunde. Die Darstellungen des jeweiligen Heimatlandes und Europas weichen doch in gewisser Weise von der Realität ab…

Am Donnerstag ging es dann so richtig los. Uns wurde das Programm für dieses Seminar vorgestellt. Danach wurden wir schon in vier Kleingruppen eingeteilt und mit einem Briefumschlag in die Stadt Ciutadella geschickt – Team-Building. Die Aufgabenstellung war, sich in seiner Kleingruppe an einem Ort einzufinden, der für das Festival Sant Joan bedeutend war. Dort sollten wir von Einheimischen erfahren, was es damit auf sich hat. Im Anschluss durften wir den Umschlag öffnen. Wir erfuhren sowohl etwas über das berufliche als auch über das private Leben der anderen, machten Fotos von uns an den jeweiligen Orten und informierten Passanten über EVS. All das waren geheime Aufgaben des Umschlags.

Die Fotos und Ergebnisse wurden nach dem Mittagessen präsentiert. Anschließend stellten die Teilnehmer ihre Organisationen und Projekte vor. Am Abend stand der Intercultural Evening an. Jeder brachte Essen (Käse, Wurst, Brot, Kuchen, Schokolade, Nutella, Kekse,…) und Getränke (Likör, Wein, Vodka, Saft,…) aus seinem Land mit und stellte dieses und auch sein Landanhand dreier Dinge, die niemand über das jeweilige Land weißvor.

Am Freitag ging es dann um 9:00 Uhr – naja, nach spanischer Pünktlichkeit eher später – nach Sant Lluís. Dort besuchten wir das EVS-Projekt Moli de Baix. Danach bereiteten wir unsere Stände für eine Messe über EVS vor. Diese begann mit einer Präsentation zu grundsätzlichen Dingen von Erasmus+ und EVS. Im Anschluss daran konnten Interessierte an unsere Stände kommen und sich zu den einzelnen Ländern und Projekten informieren. Am Vormittag kamen Schulklassen, am Nachmittag junge Erwachsene mit ihren Eltern.

Auf dem Programm stand „Free Evening“, doch nachdem wir erst nach 21:00 Uhr zurück kamen und zu Abend aßen, waren wir alle sehr erschöpft – also blieb dieser nur noch zum Schlafen.

Am Samstag begannen wir endlich mit dem Programmpunkt, der meine größte Motivation war, mich für dieses Seminar anzumelden: Die Arbeit als Mentor. Wir teilten Methoden und Arbeitsweisen miteinander und diskutierten über ein Netzwerk von Mentoren. Es war sehr spannend. Zuerst stellten wir fest, wie unterschiedlich unsere Vorstellungen über die Arbeit bzw. Aufgaben eines Mentors sind. Ich bekam Anregungen und Tipps, welche den Anreiz, mich weiterhin im internationalen Bereich zu engagieren, steigerten. Auch an der Diskussion beteiligten sich alle Teilnehmer rege. Am Abend genossen wir Ciutadella mit all seinen Lichtern und dem schönen Hafen.

Etwas Wesentliches kam allerdings erst noch. Was wäre eine Woche Aufenthalt auf einer Insel, ohne etwas von ihr zu sehen? Besonders auf einer, die nur 50 km lang und 16 km breit ist?
Der Sonntag war der perfekte Abschluss. Am Vormittag waren wir am Strand – vollgepackt mit Handtuch, Badesachen, Sonnencreme und Lunch-Paket. Am Nachmittag fuhren wir auf den höchsten Berg Menorcas. Der Monte Toro ist gerade einmal 357 m hoch, aber die Aussicht lohnt sich. Hier lässt sich die Insel einmal komplett überblicken.

Anschließend ging es noch zu Poblat talaiòtic de Torretrencada, einer talayotischen Siedlung aus der Eisenzeit.
Aufgabe an diesem Tag war, ein Werbevideo über EVS-Mentoren zu drehen. Dies gestaltete sich zuerst etwas schwierig. Wir waren zwar wieder auf vier Kleingruppen aufgeteilt, aber eine Hälfte der Gruppe war immer im Meer… Am Abend evaluierten wir dann das Seminar, da wir am Montag zu unterschiedlichen Zeiten wieder abreisen mussten. Danach sahen wir uns die entstandenen Videos an.

Am Montag ging es schon um 5:00 Uhr los zum Flughafen. In Madrid hatten wir dann 7 Stunden Aufenthalt, die wir effektiv nutzten. Mit der Metro fuhren wir zur Puerta del Sol. Auf dem Weg zum Plaza Mayor fiel uns das perfekte Frühstück für diesen Tag in die Augen: Chocolate con Churros mit frisch gepresstem Orangensaft. Frisch gestärkt ging es weiter: Palacio Real, Catedral de la Almudena – wir waren auf
der Kuppel und genossen die Aussicht -, Teatro Real (Opera), Palacio de Cibeles und mit einem Eis zum Parque del Retiro…

Ich hatte zuvor kein Bild von Madrid im Kopf und konnte somit nicht in meinen Erwartungen enttäuscht werden. Nein, im Gegenteil: Ich wurde wirklich überrascht. Madrid, eine wunderschöne Stadt an einem wunderbar sonnigen Tag.
Das Wetter war super. Nachts hatte es um die 20 Grad, tagsüber 30 Grad mit Wind. Da Menorca keine wirklich hohen Berge hat, kann der Wind einfach drüber fegen. In Madrid war es am Morgen noch etwas frisch, aber am Mittag richtig warm und sonnig.

Um 21:15 Uhr kam ich dann auch zu Hause an. Erst mussten wir am Flughafen noch einige Zeit auf unser Gepäck warten… Aber im Vergleich zum Hinflug ist das kaum erwähnenswert. Unser Gepäck ging nämlich in Barcelona verloren. Die anderen Teilnehmer waren so hilfsbereit, dass sie uns mit Kosmetikartikeln etc. aushalfen. Nach einigen Tagen kamen Koffer und Rucksack zum Glück noch bei uns an – rechtzeitig, um für den Strand einen Bikini zu haben 🙂

Alles in allem war es eine super Woche mit tollen Menschen. Ich habe viel gelernt und die Motivation, mich weiterhin so viel wie möglich zu engagieren, ist gestiegen. Im Gepäck habe ich neue Ideen und viele interessante EVS-Projekte. Schade nur, dass man ein EVS nur einmal machen kann…

I am Youth in Action!