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Breaking Borders – Jugendbegegnung

Breaking Borders

Internationale Jugendbegegnung
September, 2017, Spanien

 

In Kleingruppen reisten Jugendliche aus ganz Europa an, um sich mit dem Thema Flüchtlinge auseinanderzusetzen und neue Standpunkte kennenzulernen.

Einerseits waren da die Staaten Spanien, Italien und Griechenland, die aufgrund ihrer Mittelmeergrenze unmittelbar betroffen sind, andererseits die Staaten Deutschland, Schweden, Finnland und Ungarn, deren Politik nochmal anders mit Flüchtlingen umgehen lernt.

Das klingt zunächst richtig theoretisch und trocken, aber es erwies sich als locker und lehrreich. Gerade in den ersten Tagen lernten wir im Rahmen von Gruppenarbeiten bereits viel voneinander. Dabei hielten wir unsere Erkenntnisse auf Plakaten fest.

Auf dieses Wissen wurde dann, mithilfe von Experten, aufgebaut. Sie erzählten uns mal Daten und Fakten, mal schilderten sie uns ihre ganz persönliche Situation. Hier bekamen wir einen Einblick in eine reale Flucht eines syrischen Bürgerkriegsflüchtlings und auch, wie eine kleine Gruppe von Rettungsschwimmern ans Mittelmeer reist, um eben jene Flüchtlinge vor dem Tod zu bewahren. Diese mutige Aktion mündete letztlich in der Gründung einer einflussreichen NGO, der  Proactive Open Arms Lifeguard Sea Rescue.

All diese Informationen und Eindrücke hielten wir schließlich in unseren Abschlussprojekten fest, einem Manifest und einem Wandgemälde. Dabei teilten wir uns je nach Interesse auf und präsentierten uns gegenseitig die Egebnisse. Beides ist gut gelungen und ein Abbild unserer Atmosphäre innerhalb der Gruppe.

Es war eine schön,  mit Jugendlichen aus ganz Europa zusammenzusein und dabei festzustellen, trotz unterschiedlicher Kulturen und Heimatländer, wie viel wir doch gemeinsam haben. Wir lernen natürlich alle Englisch, das war unsere Kommunikationssprache während der Begegnung, und damit verstehen und kennen wir beispielsweise die gleichen Lieder. Auch bei unseren täglichen Energizers, eine Art Frühsport sozusagen, lernten wir zwar neue Spiele kennen, aber ebenfalls erkannten wir „Klassiker“ wie die Flüsterpost bei den Italienern wieder.

Für Belustigung sorgten aber auch kulturelle Unterschiede wie zum Beispiel in Sachen Pünktlichkeit. Während Finnen und Schweden gerne zu früh an Treffpunkten erscheinen,  kommen Deutsche tendenziell pünktlich und Spanier lieber mal etwas später.

Zusammenfassend können wir sagen, diese Jugendbegegnung erweiterte unseren Horizont in zweierlei Bereichen: Kulturelle Unterschiede und Flüchtlinge in Europa. Natürlich trafen wir auch viele nette Leute und schlossen Freundschaften fürs Leben als wir zusammen im Meer badeten oder durch Barcelona schlenderten.

Dafür bedanken wir uns beim Jugendwerk, aber auch bei der EU, die diese Reise innerhalb des ERASMUS+-Programms mitfinanziert hat.

 

Janine Thoma, Teilnehmerin